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SEC und FBI schließen 1broker

SEC und FBI beschlagnahmen die Domain
Am 27. September wurde das Angebot von 1broker mit sofortiger Wirkung durch die US-Behörde SEC und dem FBI stillgelegt, indem die Domain beschlagnahmt wurde. Grundlage dafür war der Vorwurf, dass auf 1broker US-Kunden „security based swaps“ zugänglich gemacht wurden, ohne sich an entsprechende KYC und AML Vorschriften gehalten zu haben. Die Seite des Anbieters war noch einige Stunden erreichbar, sofern Nutzer in der Lage waren entweder ihren DNS Speicher zu leeren oder einen VPN Anbieter zu nutzen. Vielen Usern gelang es auf diesem Weg ihre Einlagen abzuziehen bevor auch diese Tür geschlossen war.

Noch am 3. Oktober konnte die Seite wieder über die url 1broker.io erreicht werden, allerdings nur um die restlichen Einlagen abzuheben. Über Twitter ließ der Anbieter verlauten, dass seit dem 11. Oktober die von den Kunden angestoßenen Bitcoin Transaktionen abgearbeitet und versendet werden.
Über Twitter informierte der Anbieter der User

Es bleibt abzuwarten, ob alle User tatsächlich ihre Bitcoin Einlagen zurückerhalten und welches rechtliche Nachspiel den Anbieter erwartet. Die Firma, die hinter 1broker steht, ist nämlich gar kein US-Unternehmen, sondern sitzt in den Seychellen. Unklar ist auch, ob die SEC nicht auch weitere Services anderer Anbieter schließen könnte, denn KYC und AML Regeln sind nicht immer Teil der Geschäftsbedingungen. Auch viele Börsen, die sich auf den Handel mit Kryptowährungen spezialisiert haben, verzichten auf eine eingehende Überprüfung ihrer User.