Huawei und Chinesische Zentralbank gehen Partnerschaft ein – Gemeinsame Forschungsarbeit im FinTech-Sektor

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Bildquelle: Edwin Doms, pixabay.com

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China gibt das Tempo an

Es zeichnet sich ab, dass China im Gegensatz zu Europa schnellen Schrittes in Richtung Blockchain-Adoption marschiert. Nun verkündete man eine Zusammenarbeit zwischen der Chinesischen Zentralbank und dem Hardwareproduzenten Huawei.

Welchen Bereich man innerhalb von FinTech gemeinsam erforschen möchte ist aber noch nicht publik gemacht worden. Tatsache ist aber auch, dass seitens der Zentralbank die Forschungsabteilung für digitale Währungen involviert ist.

Daher liegt die Vermutung nahe, dass sich die Kooperation auch um DLT und Blockchain-Technologie drehen könnte. Dies würde zu den Ankündigungen der letzten Wochen passen.


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Freiheit sieht anders aus

Ein reguliertes Umfeld für Kryptowährungen ist ein Wunsch, der international von verschiedenen Staaten verfolgt wird. Es ist allerdings absehbar, dass China noch einen Schritt weiter gehen wird und die Technologie zur Überwachung seiner Bürger einsetzt.

Dies ist die Kehrseite der Blockchain, denn sie macht alles transparent, was auch zum Nachteil ihrer Nutzer gereichen kann. Doch jenseits von ausgeprägter staatlicher Kontrolle hat man in China jüngst vor Kryptowährungen gewarnt. Man will nicht, dass die Bürger nun wild auf Kryptos spekulieren oder gar Opfer von falschen Versprechen werden.

Tatsächlich erfuhren Kryptowährungen und Token, die einen Bezug zu China haben, kurz nach der Ankündigung des chinesischen Präsidenten einen Kurssprung. Obgleich absehbar ist, dass man auch diesen wirtschaftlichen Bereich durch den Staat durchdrungen sehen will. Auch China wird seine Kontrolle über die eigene Währung und der Währungspolitik verteidigen wollen. Daher besteht für öffentliche und dezentrale Kryptowährungen kaum eine Chance.

Wir haben eine Strategie

Die totalitären Züge Chinas haben einen entscheidenden Vorteil. Veränderungen werden beschlossen und sind dann rücksichtlos umzusetzen. Umso bedauerlicher ist es, dass man in Deutschland nur eine halbherzige Blockchain-Strategie zu Papier gebracht hat.

Wenn man in Europa diesen digitalen Wandel verpasst, dann geht man mitunter das Risiko ein, zukünftig Technologie im Ausland beziehen zu müssen. Bereits beim Ausbau des 5G Netz kamen massive Sicherheitsbedenken auf.

Es stand zur Debatte, ob Huawei vertrauenswürdig genug sei die entsprechende Hardware zu liefern. Man erzielte zwar eine Vereinbarung mit dem Hersteller, aber Vertragsstrafen räumen nicht alle sicherheitspolitischen Bedenken aus dem Weg. Sofern DLT oder Blockchain-Technologie zukünftig „Made in China“ ist, so ist absehbar, dass unnötige Abhängigkeiten entstehen könnten.

Quelle: WeChat

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